Sicherer Umgang mit Gas

Berichte über Gas haben heutzutage in den Medien zwar eine ungeheuer starke, aber in den meisten Fällen eine eher zweifelhafte Präsenz. Nachdem sich in den letzten Jahren die Schlagzeilen zu dessen Gefährlichkeit häuften. Auslöser der allgemeinen Verunsicherung und Kritik an diesem Energieträger, sind die immer wieder auftretenden Gasunfälle, meist mit Todesfolge. So kam es, beispielsweise, am 1. August im Jahre 2004 zu einer Gasexplosion in einem pakistanischen Einkaufszentrum, der etwa 350 Menschen zum Opfer fielen. Ähnlich verheerend, war eine Gasexplosion im selben Jahr in Brüssel. Bauarbeiter hatten versehentlich ein Leck in eine Gaspipeline gebohrt und damit 23 Menschen in den Tod gerissen. Doch auch Privathaushalte nehmen in der Unfallstatistik mit Gasen einen beachtlichen Platz ein und stehen immer im Fokus vieler Betreiber von Gasinstallationen. Dabei sind oftmals Unwissenheit oder schlichtes Fehlverhalten ursächliche Faktoren bei derartigen Unfällen. Daher ist, vor allem in der letzten Zeit sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich, das Interesse am richtigen und sicheren Umgang mit Gas enorm gestiegen. So ist es nicht verwunderlich, dass die grundlegenden sicherheitsrelevanten Aspekte in der breitgefächerten Handhabung von Gasen sowie die korrekten Maßnahmen im Rahmen der Prävention und einem eventuell auftretenden Notfall thematisiert werden.

Die Gasfamilien der Brenngase

Trotz aller negativen Schlagzeilen, sind Gase nicht nur negativ behaftet, sondern bilden auch die Existenzgrundlage für Organismen und menschliches Leben. Bedenkt man, dass auch Sauerstoff als Gas klassifiziert wird, wird dies bereits offensichtlich. Generell versteht man unter dem Begriff „Gas“ eine Substanz, deren Teilchen sich in derartig großem Abstand voneinander bewegen, dass sie sich in der Regel nicht zu einer Flüssigkeit oder einem Festkörper verdichten kann und somit im Aggregatzustand „gasförmig“ auftritt. Dies kann in vielerlei Variationen und Zusammensetzungen geschehen, da die Definition von Gas ein großes Spektrum verschiedenartig beschaffener Substanzen umfasst. Von tatsächlicher Relevanz, ist hierbei allerdings die Gruppe der Brenngase. Diese beinhaltet Gase und Gasgemische, die in einem spezifischen Mischungsverhältnis mit Sauerstoff reagieren und dabei hoch entzündlich sind. Aufgrund dieser Eigenschaft sind sie für den Menschen im Rahmen der Wärmeerzeugung oder für industrielle Zwecke nutzbar und werden daher auch oftmals als „Kraftgase“ bezeichnet. Brenngase lassen sich in insgesamt drei Gasfamilien unterteilen.

Zur ersten Gasfamilie gehören die Stadt-, Fern- und Kohlegase. Diese bestehen größtenteils aus Wasserstoff und wurden in der Vergangenheit mit Hilfe von Vergasern erzeugt oder fielen, beispielsweise in der Stahlindustrie, die größtenteils mit derartigen Brennstoffen wie Kohle betrieben wurde, als Nebenprodukt an. Zu den Kohlegasen gehören unter anderem das Kokerei Gas, Grubengas und Holzgas. Als Stadtgas wird jenes Gas bezeichnet, das aus den Nebenprodukten der Kokereien gewonnen und zur Beleuchtung von Straßenzügen, Wohnungen oder zum Betreiben von Gasherden benutzt wurde. Aufgrund des hohen Kohlenstoffmonoxidanteils dieser Gase, gelten sie als umstritten und ihre Verwendung ist derzeitig in Deutschland untersagt.

Die zweite Gasfamilie umfasst die Erd-, Erdöl- und Naturgase, deren Hauptbestandteil das hochgradig brennbare Methan ist. Naturgas bezeichnet die Faulgase, die in modernen Biogas- oder Kompostanlagen entstehen und als regenerativer Brennstoff von zunehmendem Interesse sind. Auch das Erdgas entsteht auf einer ähnlichen Grundlage. Als Naturprodukt, das durch den Abbau von Biomasse durch die Zersetzung von organischem Material entsteht, wird es aus unterirdischen Lagerstätten an die Oberfläche befördert. Mittlerweile ist Erdgas das weltweit am häufigsten eingesetzte Gas zur Wärmeerzeugung und wird heutzutage auch vermehrt als alternativer Treibstoff für Kraftfahrzeuge verwendet. Dies gilt auch für synthetisches Erdgas, das aufgrund seiner CO2-Neutralität und Emissionsarmut zunehmend hergestellt wird und ebenfalls der zweiten Gasfamilie zugeordnet werden kann.

Die dritte und letzte Gasfamilie bilden die Flüssiggase, insbesondere Propan und Butan, die als Nebenprodukte der Erdölraffinerie anfallen und vorzugsweise als Raffineriegase bezeichnet werden.

Früher existierte noch eine weitere Gasfamilie, die der Luftgase, die alle Luft-Gas-Gemische unter sich vereinte. Da diese aber heute nicht mehr zum Einsatz kommen, besitzt sie keine weitere Relevanz.

Der Hauptlieferant von Wärme für Heizung und Warmwasser ist, wie bereits erwähnt, mit Abstand das Erdgas, das heutzutage in großen Mengen gefördert wird. Die größten Vorkommen finden sich in Russland, aber auch in den Niederlanden und in der deutschen Nordsee. Somit beziehen die hiesigen Stadtwerke den fossilen Energieträger sowohl von regionalen als auch von überregionalen Anbietern. Dies erfordert ein weitverzweigtes und sehr langes Transportnetz. Ein Teil des erworbenen Gases wird aus Gründen der Versorgungssicherheit, beispielsweise in unerwartet kalten Wintern, vorerst in Speicheranlagen, sogenannten Kavernen, gelagert wird. Ein Großteil jedoch, wird direkt in die Haushalte geleitet. Dies geschieht über ein ausgeklügeltes Verteilnetz mittels einer Gasdruckanlage, die den Druck beim Übergang vom einen zum anderen Netz reguliert.

Sicherer Umgang mit Gasinstallationen

Sicherheit im Umgang mit Gasen erfordert nicht nur einen enormen logistischen Aufwand, sondern auch ein intaktes System von Gasinstallationen, die aus Leitungsanlagen, Gasgeräten inklusive der notwendigen Verbrennungsluftentsorgung und Abgasabführung bestehen.

In diesem komplexen System stellen die Leitungsanlagen den grundlegenden Faktor für den Transport und die anschließende Distribution von Gas dar. Da große Mengen der brennbaren Substanz auf langen Transportwegen befördert werden und das Risiko einer Beschädigung der Leitungen nicht auszuschließen ist, sind beim Verlegen derartiger Anlagen und bei diversen Arbeiten an ihnen, besondere Vorsichtsmaßnahmen und Bestimmungen zu beachten.

Arbeiten an Gasleitungen

Um die Notwendigkeit technischer Bestimmungen für Arbeiten an gasführenden Teilen zu erfassen, ist ein Überblick über die unterschiedlichen Arten von Leitungen hilfreich.

Zuallererst genannt seien hierbei die Innen-und Außenleitungen, die den Großteil aller Leitungssysteme ausmachen und unter dem Oberbegriff der Leitungsanlage zusammengefasst werden. Unter der Außenleitung versteht man eine, hinter der Hauptsperreinrichtung beginnende, außerhalb von Gebäuden verlegte Gasleitung. Diese kann entweder im Freien, als freiverlegte Außenleitung, oder im Erdreich, als erdverlegte Außenleitung, platziert werden. Auch der Begriff der Hof-und Grundstücksleitungen ist durchaus üblich. Im Gegensatz dazu steht die Gas-Innenleitung. Sie beginnt zwar ebenfalls hinter der Hauptsperreinrichtung, wird allerdings innerhalb eines Gebäudes verlegt und kann unter anderem aus verschiedenen Leitungsteilen, wie einer Abzweigleitung oder einer Verbrauchsleitung, bestehen. Diese Leitungsteile sind weitere Leitungselemente, die in der Regel direkt zu den verschiedenen Anwendungen wie Gasgeräten führen. Dazu gehören exemplarisch die Verteilungsleitung, die einen Leitungsteil bezeichnet, der zu mehreren Gaszählern führt, und die Abzweigleitung, die von der Verbrauchsleitung ausgehend, zur Geräteanschlussarmatur reicht und ausschließlich der Versorgung eines Gasgerätes dient. Auch die Geräteanschlussleitung fällt in diese Kategorie.

Zur Verlegen dieser Gasleitungen gelten einige rechtliche Bestimmungen, denen aus Sicherheitsgründen exakt nachgekommen werden muss. Beim Verlegen von Gasleitungen sind weder Maßnahmen zum Frostschutz noch zur Wärmedämmung erforderlich, allerdings müssen Schäden durch eventuelle Korrosion unbedingt verhindert und Brandschutzmaßnahmen beachtet werden. Bei den Vorgaben für Außenleitungen wird nochmals zwischen erdverlegten und freiverlegten Leitungen unterschieden. So wird bei im Erdreich verlegten Leitungen eine Überdeckung von mindestens 0,6 m bis 1,0 m verlangt, eine Überdeckung von mehr als 2,0 m ist dagegen unzulässig. Ist dies nicht möglich und die Gasleitung muss offen verlegt werden, ist diese entsprechend mit einem Trassenwarnband zu kennzeichnen, bei verdeckter Verlegung, genügt eine Dokumentation mittels Lageplan. Anders bei freiverlegten Außenleitungen. Zwar ist die Positionierung an der Außenseite eines Gebäudes gestattet, doch muss eines solche Gasleitung, mit Hilfe von Ummantelung und Verschattung, vor zu starken Temperatureinflüssen und mechanischen Belastungen sowie vor bereits erwähnter Korrosion geschützt werden.

Bei Innenleitungen sind die Verlegungsmöglichkeiten vielfältiger. So ist unter anderem eine freiliegende Verlegung unter Einhaltung eines adäquaten Abstandes zu möglichen Gefahrenquellen sowie eine Verlegung in Schächten und Kanälen und unter Putz umsetzbar. Letzteres allerdings, nur bei einem Betriebsdruck innerhalb der Gasleitung von unter 100 mbar. Die Kenntnis dieser Grundregeln ist Voraussetzung für eine sichere Umsetzung in die Praxis und ohne nachhaltige Folgen für alle am Betrieb der Gasleitungen Beteiligten. Hierbei ist insbesondere bei der Verlegung von Innenleitungen weiteres detailreiches Wissen über Material und Beschaffenheit notwendig. Differenziert wird zwischen der Innenleitung aus Metall und Kunststoff. Hier muss die Positionierung stets oberhalb von Wasserleitungen erfolgen, um eine unerwünschte Einwirkung durch Tropf- oder Schwitzwasser zu verhindern. Bei der Verlegung unter Putz, sofern gipshaltiger Industrieputz vorliegt, muss eine Kunststoffumhüllung zum Schutz gegen Korrosionsschäden angebracht werden. Soll die Gasleitung auf dem Putz verlegt werden, ist hierbei eine Befestigung per Dübel angebracht, wobei die tragenden Teile der Halterungen aus Gründen des Brandschutzes aus nichtentzündlichem Material bestehen müssen. Wird die Innenleitung in einem dafür vorgesehenen Schacht angebracht, sind entsprechende Be- und Entlüftungsvorrichtungen von einer Größe von mindestens 10 cm² Pflicht. Aus Brandschutzgründen muss der Schacht unter Umständen aus nichtbrennbaren Materialien bestehen und eine Feuerwiderstandsdauer von 30-90 Minuten aufweisen.

Unter einer Kunststoff-Innenleitung werden, neben Rohren aus reinem Kunststoff, auch solche aus Materialien wie Aluminium und Polyethylen (PE) verstanden. Diese sind in Gebäuden nur bei einem Betriebsdruck von maximal 100 mbar gestattet. Damit hierbei dieselbe Sicherheit, wie bei gängigen Leitungen aus Metall gewährleistet ist, sind einige ergänzende Sicherheitsbestimmungen gemäß der Technischen Regeln für Gasinstallationen (TRGI) zu beachten. Zwar dürfen sie ebenfalls freiliegend, unter oder auf Putz oder in Schächten und Kanälen verlegt werden, allerdings sind vor allem bei der Positionierung unter Putz einige materialschützende Maßnahmen vor aggressiven und korrosionsauslösenden Stoffen zwingend erforderlich. Die Verlegung im Schacht erfordert ebenfalls Belüftungsmöglichkeiten von mindestens 10 cm² und ist überdies nicht in Treppenräumen und Fluren gestattet, die als Flucht-oder Rettungswege dienen können.

Doch nicht nur das Verlegen von Gasleitungen basiert auf obligatorischen Sicherheits- und Vorsichtsmaßnahmen, sondern die oftmals unvermeidbaren nachträglichen Arbeiten an den Anlagen im Bereich der Wartung oder Reparatur stellen eine ernstzunehmende Gefahrenquelle dar. Hierbei ereignen sich die meisten Arbeitsunfälle, hauptursächlich durch Entzündung von unkontrolliert austretendem Gas. Um diese weitgehend zu vermeiden, müssen bereits bei der Planung im Vorfeld, zahlreiche Gesetzmäßigkeiten und Verordnungen berücksichtigt werden, unter anderem die Landesfeuerverordnung sowie die Arbeits- und Hinweisblätter der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches sowie diverse Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaft.

Der Erfolg und Gewährleistung von Sicherheit während eines Arbeitseinsatzes an einer Gasleitung, hängen vorrangig von der Qualität und Eignung des hierbei beschäftigten Personals ab. So müssen die verschiedensten Anforderungen bereits vor Beginn der Arbeit erfüllt sein. Dazu gehört, dass geeignetes Personal sowohl über eine fachspezifische Ausbildung, entsprechende Berufserfahrung, gute Kenntnis der Arbeitsschutzbestimmungen verfügt und zuverlässig ist, also die Regeln der Technik und entsprechende Sicherheitsbestimmungen kennt und einhält. Darüber hinaus muss es unterwiesen sein, was im Rahmen einer jährlichen Fortbildung zu den Bestimmungen der Sicherheit während der Arbeit an Gasleitungen durchgeführt werden kann.

Die Qualifizierung und Auswahl des richtigen Personals ist für eine bestimmte Position während eines Einsatzes besonders entscheidend. Während bestimmter Arbeiten an Gasleitungen, bei denen mit Explosionen oder Brandgefahr und resultierenden Gesundheitsschädigungen gerechnet werden muss, ist gemäß BGR 500 Kap. 2.31 eine Aufsichtsperson einzusetzen, die auszuführende Arbeiten lückenlos überwacht und im Notfall entsprechende Maßnahmen einleitet. Hierzu ist eine sachkundige Person nötig, die über besondere Kenntnisse der geltenden Sicherheitsvorschriften verfügt.

Die Bestimmung einer geeigneten Aufsichtsperson, ist nur ein Schritt innerhalb der umfassenden Arbeitsvorbereitung, die zur Prävention möglicher Unfälle absolut unabdingbar ist. Vor Beginn, müssen im Bereich der Arbeitsstelle sämtliche Leitungen auf ausströmendes Gas untersucht werden, sämtliche Geräte, die zum Einsatz kommen, auf ihre einwandfreie Funktionsfähigkeit überprüft und mindestens zwei Fluchtwege gesichert sein. Letzteres ist besonders in Rohrgräben und Baugruben von erhöhter Wichtigkeit. Zudem ist es notwendig, mögliche Gefahren, die während des Einsatzes auftreten können, abzuschätzen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen einzuleiten. So ist bei eventueller Brandgefahr der Fokus auf den Personenschutz zu legen. Hierzu müssen beispielsweise Brandbekämpfungsmittel in geeigneter Form griffbereit vorliegen. Bei der möglichen Bildung von entzündlichen und damit auch explosiven Gas-Luft-Gemischen, sind sämtliche Zündquellen in der Nähe der Arbeitsstelle, zu entfernen und zu vermeiden. Überdies sollte der Bereich abgetrennt und mit entsprechenden Warnhinweisen gekennzeichnet werden.

Einen wichtigen Aspekt der Vorsorge, stellt die Schutzkleidung dar. Diese muss auf die durchzuführenden Arbeiten und die davon ausgehenden Gefahren abgestimmt sein. Ein besonders hohes Risiko besteht durch den möglichen Kontakt mit einer Gasflamme, die bei einer Verpuffung, beispielsweise beim Anbohren von Leitungen, aber auch bereits beim Entlüften von Hausanschlussleitungen, entstehen kann. Daher muss die Schutzkleidung aus feuerfestem Material, zusätzliche persönliche Kleidungsstücke dürfen keinesfalls aus synthetischen, schmelzenden und leicht entzündbaren Materialen bestehen. Darüber hinaus werden bei einigen Arbeitsverfahren zusätzlich Atemschutzgeräte im Falle von Erstickungsgefahr, und Sicherheitsschuhe mit Ableitwiderstand eingesetzt.

Schutzkleidung ist grundsätzlich bei allen Arten von Arbeitsverfahren an Gasleitungen zu tragen.

Sämtliche Arbeitsverfahren werden an ihrer Gefährlichkeitsstufe gemessen und in zwei Kategorien „Arbeitsverfahren mit geringer Gefährdung“ sowie „Arbeitsverfahren mit erhöhter Gefährdung“ eingeteilt. Grundsätzlich jedoch gilt bei jedem Arbeitseinsatz an Gasleitungen das einheitliche Ziel der Vermeidung von Brand- und Explosionsgefahr. Hierzu wird die Freisetzung von Gas nach Möglichkeit minimiert oder wenn möglich gänzlich unterbunden.

Arbeitsverfahren an gasführenden Leitungen sind im Regelfall Wartungs-oder Reparaturarbeiten, bei denen natürlich stets ein erhöhtes Risiko besteht. Dennoch wird zwischen verhältnismäßig geringer und erhöhter Gefährdung unterschieden. Unter Arbeitsverfahren mit erhöhter Gefährdung fasst man alle Arbeiten zusammen, die bei kontrollierter Gasausströmung stattfinden. Daraus ergibt sich eine erhöhte Brand-, Explosions- und Erstickungsgefahr. Darüber hinaus kann durch das expandierende Gas Überdruck entstehen. Um dennoch eine relative Sicherheit zu garantieren, dürfen derartige Arbeiten ausschließlich im Freien stattfinden. Zudem ist eine Aufsichtsperson, die unter anderem permanent den Leitungsdruck überwacht, unbedingt einzusetzen. Zusätzlich gibt es einige Richtlinien, die im Falle von Bohrarbeiten wirksam werden. So beträgt der maximale Bohrdurchmesser bei erhöhter Gefährdungsstufe 65 mm. Der maximale Leitungsdurchmesser darf  65 mm bei einem höchstmöglichem Betriebsdruck von 100 mbar nicht überschreiten. Werte über dieser Toleranzgrenze werden als Fahrlässigkeit eingestuft. Prinzipiell sollten Einsätze nach Möglichkeit stets nach dem Arbeitsverfahren mit geringer Gefährdung durchgeführt werden. Hierbei kann das Ausströmen von Gas vermieden oder zumindest auf ein Minimum reduziert werden. Dennoch herrscht immer eine gewisse Brand- und Explosionsgefahr. Auch hier das Tragen von flammenhemmender oder feuerfester Schutzkleidung obligatorisch.

Relativ ungefährliche Arbeiten an Gasleitungen gibt es nur wenige. Lediglich Anstrich- und Umhüllungsarbeiten sind als solche zu kategorisieren. Hierbei ist keine Brand- oder Explosionsgefahr zu erwarten, sofern im Vorfeld die Absperrarmatur geschlossen wurde und die Leitung entspannt ist.

Zu den Einsätzen mit erhöhter Gefährdung gehören sowohl die In- als auch die Außerbetriebnahme von Gasleitungen, wie auch das vorangehende Abführen von Gas. Letzteres darf bei Hausanschlussleitungen keineswegs ins Hausinnere, sondern über entsprechende Schlauchleitungen ins Freie geschehen. Bei Flüssiggas kann das Gas-Luft-Gemisch, meist unter Zuhilfenahme einer Pilotfackel, gefahrlos abgeführt werden. Im Falle von Flüssiggasansammlungen wie in Baugruben oder Rohrgräben, werden üblicherweise geeignete Gebläse zur Absaugung verwendet. Bei der Inbetrieb- oder Wiederinbetriebnahme von Leitungen, sind zuvor Überprüfungen auf Dichtheit und Belastung durchzuführen. Hierzu muss zuvor erst die Luft aus der Leitung entfernt werden. Während des Einlassens ist eine gefahrlose Entlüftung der Leitung zu gewährleisten, damit sich keine selbstentzündlichen Rückstände in der Leitung befinden. Dies kann mittels der Verwendung von Inertgas, eines reaktionsträgen Gases wie Stickstoff, geschehen. Anschließend müssen die Verbindungsstellen mit einem entsprechenden Gasspürgerät und/oder schaumbildenden Mitteln erneut auf ihre Dichtheit geprüft werden. Auch die Stilllegung von Leitungen fällt in die Gruppe der Arbeitsverfahren mit erhöhter Gefährdung. Von einer Stilllegung spricht man im Falle der dauerhaften Außerbetriebnahme eines Leitungsabschnittes. Hierzu wird dieser von der gasführenden Leitung getrennt und mit einer gasdichten gesicherten Verbindung verschlossen. Reguläre Verwendung finden hierbei Blindflanschen, Steckscheiben, Gewindestopfen und verschweißte Deckelverschlüsse. Auch das Leitungsende wird dauerhaft gasdicht verschlossen und das Betriebsgas gefahrlos entfernt. Eventuell wird der betroffene Leitungsabschnitt zusätzlich mit Inertgas gefüllt.

Ein geringeres Arbeitsrisiko bergen die folgenden Verfahren in sich. Sowohl das Anbohr- als auch das Absperrverfahren können relativ ungefährlich verlaufen. Auch die Herstellung eines gasfreien Zustandes an das gasdichte Absperren und Entgasen der Leitung mittels Inertgasspülung, stellt lediglich eine leichte Gefährdung durch mögliche entweichende Schleichgasmengen dar. Dies gilt ebenfalls für das Trennen von Gasleitungen. Hierbei müssen zuerst die Absperreinrichtungen angebracht und der Leitungsabschnitt entspannt werden. Unter laufender Überwachung und unter Bereithaltung eines Gebläses im Falle von unvorhergesehenem Gasaustritt, ist dann die Trennung durchzuführen. Hierbei gibt es beschaffenheitsbedingte Unterschiede. Während es bei Stahlleitungen an der Schnittstelle durch elektrostatische Aufladungen zum Funkenüberschlag kommen kann, besteht bei PE-Leitungen diesbezüglich keine Gefahr.

Ein neutrales Verfahren stellen die Feuerarbeiten dar, da diese sowohl im gasfreien Zustand, an unter Druck stehenden aber geschlossenen Leitungen, als auch an Gasrohren mit Gasausströmung stattfinden kann und weder dem Bereich der geringen noch der erhöhten Gefährdung zugeordnet werden. In der Regel müssen diese Arbeiten, unter anderem Schweiß-, Schneid- und Lötarbeiten, durch einen Sachverständigen freigegeben werden. Im Falle von kontrollierter Gasausströmung, muss ein geringer Gasüberdruck in der Leitung herrschen, um das Einströmen von Luft und die drohende Entzündung zu verhindern.

Als Sonderfall sind die Arbeitsverfahren an Gasinstallationen in Gebäuden zu betrachten, da hier andersartige angepasste Maßnahmen erforderlich werden. Der Fokus liegt hierbei auf der Unterbindung der Bildung des gefährlichen Gas-Luft-Gemisches. So muss beispielsweise beim Trennen einer Leitung neben den üblichen Verfahren besonders dafür Sorge getragen werden, dass entwichenes Gas ins Freie abgeführt wird und nicht in den Räumen erhalten bleibt. Bei geringen Mengen können diese auch direkt an der Austrittsstelle mittels eines Brenners abgebrannt werden. Priorität hat auch hier beim vorübergehenden Deaktivieren eines Leitungsabschnitts die Sicherung der Absperreinrichtung gegen dem Öffnen durch Unbefugte.

Tatsächlich ereignet sich ein Großteil der Gasunfälle in Haushalten durch das versehentliche Einwirken Unbefugter oder durch bewusste Manipulationen. Daher müssen zur Vermeidung sowohl aktive als auch passive Maßnahmen ergriffen werden. Zu den aktiven Maßnahmen gehört die Installation von Bauteilen, die die Gaszufuhr bei ordnungswidrigem Gasaustritt unverzüglich unterbrechen. Hierbei finden Gas-Druckregelgeräte und vor allem der Gasströmungswächter effektive Verwendung. Dieser bleibt bei normalem Betrieb geöffnet, erhöht sich jedoch die Menge des durchfließenden Gases, schließt sich das System automatisch und öffnet sich erst wieder nach Beseitigung der Störung. Die passiven Maßnahmen werden meist ergänzend zum Gasströmungswächter und vor allem in Mehrfamilienhäusern eingesetzt. Hierzu zählen die Vermeidung von ungenutzten Leitungsenden sowie die Aufstellung von Gasgeräten in allgemein zugänglichen Räumen. Weiterhin können diverse Schutzmaßnahmen, wie z.B. Sicherheitsverschlüsse bei lösbaren Verbindungen verwendet werden.

Die größte Sicherheit gewährleisten jedoch Methoden, die in regelmäßigen Überprüfungen von Gasanlagen durch einen Fachbetrieb gründen. Hierbei gibt es drei verschiedene Arten von Prüfungsverfahren. Zuallererst sei die Dichtheitsprüfung (vergl. Dichtheitsprüfungen von Maceas) genannt, die laut Verordnung der DVGW wenigstens alle 12 Jahre von den Stadtwerken durchgeführt werden muss. In diesem Fall steht der Hausbesitzer oder auch Betreiber einer Gasinstallation in der Verpflichtung dafür Sorge zu tragen. Regulär wird eine Dichtheitsprüfung durchgeführt, bevor die betreffenden Leitungen verputzt, verdeckt oder umhüllt und damit unzugänglich werden. Erforderlich ist sie aber nicht nur bei Leitungen mit entsprechend langer Betriebsdauer, sondern insbesondere bei neuverlegten oder nachträglich abgedichteten Gasleitungen vor der Wiederinbetriebnahme oder einer Stilllegung. Die Prüfung auf Dichtheit wird mit Gaskonzentrationsmessgeräten und schaumbildenden Benetzungsmittel durchgeführt. Hierzu wird die Leitung für 10 Minuten gasdicht verschlossen. Nach konstanter Druckmessung zeigt sich ein vorhandenes Leck durch den messbaren Druckabfall. Eine weitere Überprüfungsmöglichkeit bildet das Absprühen mit dem schaumbildenden Mittel. Eine Blasenbildung weist auf das Entweichen von Gas und somit ebenfalls auf ein Leck hin.

Ähnlich in der Durchführung gestaltet sich die Belastungsprüfung, die lediglich bei neu verlegten Leitungen zum Einsatz kommt. Auch hierbei werden die Leitungsöffnungen gasdicht verschlossen. Mit einer Kolbenpumpe und einem Manometer wird über 10 Minuten der Druck gemessen. Liegt kein Druckabfall vor, ist die Leitung intakt.

Darauf aufbauend ist die Gebrauchsfähigkeitsprüfung. Diese beurteilt neben dem äußeren Zustand wie beispielsweise Korrosionsspuren auch austretende Gasmengen bei Betriebsdruck innerhalb eines bestimmten Zeitfensters. Eine entwichene Menge von unter einem Liter pro Stunde, weist eine Anlage als unbeschränkt gebrauchsfähig aus, sofern dabei kein weiterer Mangel, wie Gasgeruch, auftritt. Eine Leckage von unter fünf Litern pro Stunde bescheinigt eine verminderte Gebrauchsfähigkeit. Die Mängel müssen unverzüglich behoben werden. Ab einer Leckage von fünf oder mehr Litern pro Stunde, liegt eine absolute Gebrauchsunfähigkeit vor, die die unmittelbare Sperrung der Leitung erfordert.

Sichere Handhabung von Gasgeräten

Im System der Gasinstallationen stellen die Gasgeräte grundsätzlich das letzte Glied dar. Mit ihnen kann die mittels hergeleiteten Gases erzeugbare Energie zu einem bestimmten Zweck genutzt werden. Sowohl in Privathaushalten als auch in industriellen Einrichtungen werden sie zur Beheizung, Kochen und Backen, Wassererwärmung und weiteres genutzt. Alle mit Gas betriebenen Feuerstätten werden unter dem Oberbegriff des Gasgeräts zusammengefasst.

Um eine gefahrlose Nutzung zu ermöglichen, werden alle Gasgeräte in drei Kategorien unterteilt, die jeweils Aufschluss über die verwendete Gasfamilie geben für die das Gerät geeignet ist und eine sachgemäße Verwendung ermöglichen.

Einfachkategorien fassen alle Gasgeräte zusammen, die nur für eine Gasfamilie geeignet sind. In Deutschland kann es sich dabei nur um eine Eignung für die zweite oder die dritte Gasfamilie handeln. Geräte die nur mittels der ersten Gasfamilie betrieben werden können, sind hier nicht zugelassen. Dementsprechend enthält die Zweifachkategorie alle Geräte mit einer Eignung für zwei Gasfamilien, die Dreifachkategorie solche die mit allen Gasen betrieben werden können. Um den Betreiber darüber ordnungsgemäß aufzuklären, ist eine entsprechende Kennzeichnung auf dem Gerät notwendig.

Darüber hinaus werden Gasgeräte nach ihren Möglichkeiten zur Verbrennungsluftzu- und Abgasabführung klassifiziert und in die Bauarten A, B und C unterschieden. Besitzen Gasgeräte der Bauart A keine Abgasanlage, besitzen Gasgeräte der Bauart B raumluftabhängige Feuerstätten mit Abgasanlage, Gasgeräte der Bauart C raumluftunabhängige Feuerstätten mit eigener Abgasanlage. Alle Gasgeräte, benötigen zum ordnungsgemäßen Betrieb, eine ausreichende Verbrennungsluftzufuhr. Unterschieden wird, woher sie diese beziehen. Raumluftabhängige Geräte können die Verbrennungsluft aus dem Raum ansaugen, in dem sie aufgestellt sind. Raumluftunabhängige Geräte haben dagegen keine Verbindung zum Aufstellraum und beziehen ihre Verbrennungsluft über eigene Leitungen, Kanäle oder Schächte aus dem Freien. Generell sind alle Vorrichtungen ohne eine Abgasanlage raumluftabhängig. Als Beispiel sei der Gasherd genannt, der seine Verbrennungsluft aus dem Aufstellungsraum bezieht, während der Außenwand-Raumheizer über eine direkte Verbindung ins Freie verfügt und somit raumluftunabhängig ist.

Diese zwei erheblichen Unterschiede erfordern spezielle Kriterien, die beim Aufstellen von Gasgeräten beachtet werden müssen und in diversen Vorschriften verankert sind. Oberstes Gebot ist, dass weder Lage, Größe noch Benutzungsart Gefahren irgendwelcher Art begründen dürfen. Hierzu müssen, beispielsweise festgelegte Mindestabstände der Installationen zu brennbaren oder entzündlichen Materialien von mindestens 40 cm eingehalten werden. Auch sind einige Räume vom Aufstellen raumluftabhängiger Geräte ausgeschlossen. Dazu gehören neben Treppenräumen in Mehrfamilienhäusern auch Bäder und WCs ohne Außenfenster, Räume mit Ventilatoren die Luft absaugen wie Dunstabzugshauben oder Abluftwäschetrockner und selbstverständlich Räume die leicht entzündliche oder explosive Stoffe beinhalten. Erwirkt werden sollen durch diese Restriktionen als oberste Ziele eine sichere Abgasabführung und eine ausreichende Verbrennungsluftversorgung.

Erstere fußt auf der korrekten Montage von Abgasanlagen sowie der Erfüllung bestimmter Kriterien bezüglich des Aufstellraumes. Unter einer Abgasanlage versteht man das gesamte System der Abgasabführung, bestehend aus Abgasleitung, Schornstein und Verbindungsstücke. Da Abgase durchaus gefahrlos ins Freie geleitet werden dürfen, sind Schornsteine ein wichtiges Element in der Abgasentsorgung. Bezüglich der Verlegung von Abgasleitungen, sind einige Bestimmungen bindend. Zwar dürfen diese Leitungen, auch ohne Schacht, an der Außenseite des Gebäudes angebracht werden, müssen dabei allerdings zu den Fenstern einen vorgeschriebenen Seitenabstand von mindestens 20 cm einhalten. Lediglich Abgasleitungen, die innerhalb eines Gebäudes verlaufen sollen und mehrere Stockwerke passieren müssen, sind in einem Schacht anzubringen. Handelt es sich um Leitungen mit Überdruck, müssen diese zusätzlich hinterlüftet werden.

Für Verbrennungsluftversorgung der raumluftabhängigen Gasgeräte der Bauart A müssen keine weiteren Maßnahmen eingeleitet werden, da diese über eine eigene Abgasanlage verfügen. In diesem Fall garantieren die damit verknüpften Kriterien, bezüglich Größe und Beschaffenheit des Aufstellraumes, bereits die nötige Zufuhr von Verbrennungsluft.

Andere Kriterien gelten bei raumluftabhängigen Gasgeräte der Bauart B. Hier kann es zu einem Abgasrückstau kommen, der zur Folge hat, dass die Abgase temporär in den Aufstellraum gelangen können.  Damit die Konzentration unbedenklich bleibt, muss sich das Abgas entsprechend verdünnen können. Dies kann erreicht werden, wenn der Aufstellungsraum über eine ausreichenden Raumgröße sowie eine Verbrennungsluftzufuhr über mindestens eine Tür oder ein Fenster, welche/s ins Freie führt, verfügt. Anhand der Nennwärmeleistung, also dem vom Gasgerät nutzbar gemachten Wärmestrom in kW, wird der notwendige Rauminhalt bemessen. Pro kW Nennwärmeleistung, muss 4 m³ Rauminhalt vorhanden sein. Weist der Aufstellraum nicht die entsprechende Größe auf, kann als weitere Möglichkeit derselbe Effekt auch mittels definierten Verbindungen mit einem benachbarten Raum erreicht werden. Hierbei muss der zweite Raum über jeweils zwei Öffnungen von mindestens 150 cm² verbunden werden. Bei sehr kleinen Aufstellräumen, kann als weitere Möglichkeit eine zusätzliche Abgasverdünnung auch über dafür vorgesehene Lüftungsöffnungen erwirkt werden. Bei einer Nennwärmeleistung von bis zu 50 kW sind 75 cm² Lüftungsöffnung im Querschnitt vorgesehen, bei über 50 kW mindestens 150 cm² sowie 2 cm² für jedes über 50 hinausgehende kW.

Raumluftunabhängige der Art C beziehen ihre Verbrennungsluft über Leitungen aus dem Freien. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um ein separates Rohrsystem oder einen, mit dem Gebäude verbundenen, Schacht.

Aufbauend auf diesen grundlegenden Maßnahmen zur Herstellung der Sicherheit, unter anderem im Rahmen der Forderungen der Brandsicherheit, kann das Gasgerät nun in Betrieb genommen werden. Da ein ordnungsgemäß installiertes Gasgerät für den dauerhaften Betrieb geeignet ist, sind einige regelmäßige Kontrollen der Funktionstüchtigkeit notwendig, um eventuelle Mängel oder Verschleißanzeichen frühzeitig zu erkennen. Dazu gehört, neben den jährlichen Kontrollen durch einen Fachmann, eine alle 12 Jahre notwendige Überprüfung der Dichtheit der Gasleitungsanlage.

Schlussendlich seien einige der gängigsten Gasgeräte vorgestellt. Auch hier findet eine allgemeine Unterteilung in die Gruppe der Gasheizgeräte, der Gaswarmwasserbereiter und der Kleingasgeräte statt. Der Gas-Durchlaufwasserheizer gehört zu den Gaswarmwasserbereitern und erwärmt das Wasser, während es durch das Gerät fließt, so dass es bei der Entnahme die gewünschte Temperatur besitzt. Ähnlich funktioniert das Prinzip der Gas-Wärmepumpe; diese wird zur Beheizung von Mehrfamilienhäusern benutzt. Sie entzieht ihrer Umwelt, beispielsweise dem Grundwasser oder der Luft, Wärmeenergie und gibt diese an den Aufstellraum ab. Der gasbeheizte Wäschetrockner dagegen, erwärmt die Luft mittels Gasbrenner, während das Gas-Klimagerät sowohl zum Beheizen als auch zum Kühlen von Gebäuden dient.

Verhalten im Notfall

Die mannigfachen Verwendungsmöglichkeiten von Gas, die vor allem in Privathaushalten zum Einsatz kommen und die dementsprechend leistungsfähigen Transport-und Verteilungsanlagen für die notwendigen Gasmengen, lassen immer wieder folgenschwere Unfälle auftreten, die durch adäquate Präventionsmaßnahmen und die Vermeidung von affektgeleitetem Fehlverhalten in Gefahrensituationen, oftmals verhindert werden können. Hierzu ist die Kenntnis der korrekten Verhaltensweisen in einem Notfall unerlässlich.

Ein Notfall liegt bereits dann vor, wenn es zu einem unkontrollierten Gasaustritt kommt. Hierbei ist eine erhebliche Gefährdung von Personen möglich. Geschieht dies im Freien, müssen folgende Maßnahmen unverzüglich eingeleitet werden. Primär ist der Gefahrenbereich mittels eines Gaskonzentrationsmessgerätes zu ermitteln und gegen den Zutritt Unbefugter zu sperren. Parallel muss sofort die Gaszufuhr zur Schadenstelle vermindert oder abgesperrt werden, dabei sind sämtliche in der Nähe befindliche Zündquellen sofort zu beseitigen. Darüber hinaus ist, nach Möglichkeit, der Gaseintritt in Gebäude zu verhindern, ist dies bereits geschehen, müssen diese umgehend geräumt werden. Bei der Durchführung dieser Maßnahmen müssen, besonders bei austretendem Flüssiggas, die bodennahen Regionen beobachtet werden; da dieses Gas schwerer als Luft ist, sammelt es sich vorzugsweise in tiefer liegenden Räumen und Kanälen, hierbei sind vor allem Gaslagerbehälter gefährdet und müssen eventuell abgesperrt werden.

Laut dem DVGW-Arbeitsblatt G 600, ist zudem der Einsatz von geeigneten Gebläsen anzuraten, um die Gaskonzentration möglichst zeiteffizient zu beseitigen. Darüber hinaus muss bei einem Gasaustritt in geschlossenen Räumen für eine sofortige Durchlüftung dieser gesorgt werden, bestenfalls mittels einer Querlüftung. Da bereits elektrische Geräte, wie eine Taschenlampe oder ein Telefon, nicht explosionsgeschützt sind, können sie im Falle eines unkontrollierten Gasaustritts eine verheerende Zündquelle darstellen; das Anschalten solcher Geräte kann im Ernstfalle somit lebensgefährlich sein.

Diese Sicherheitshinweise gelten im Allgemeinen für eine unkontrollierte Gasausströmung, bei welcher es aber noch nicht zur Entzündung des Gases gekommen ist. Sollte dies der Fall sein, erfordert ein Gasbrand die Abwägung, ob er gelöscht werden sollte oder nicht. Grundsätzlich gilt, dass dies nur von Fachkräften vorgenommen werden kann, da hierbei erhöhte Explosionsgefahr besteht. Privatpersonen wird daher angeraten, umgehend die Feuerwehr zu alarmieren und, wenn möglich, die Gaszufuhr zu unterbinden. Wenn es jedoch zum Löschen eines solchen Brandes kommt, darf dies niemals in Windrichtung geschehen, stattdessen muss das Feuer von vorne beginnend abgelöscht werden. Hierbei kommen Pulverlöscher mit ABC-Pulver zum Einsatz. Diese können bzw. müssen ebenfalls benutzt werden, wenn eine Person Feuer gefangen hat. Dabei darf das Löschpulver jedoch keinesfalls in Gesicht und Augen der betreffenden Person gelangen. Nach der erfolgreichen Bekämpfung des Brandes, stellt besonders glimmende Holzkohle ein hohes Risiko der Wiederentzündung dar, somit sind die Feuerlöscher auch im Nachhinein noch einsatzbereit zu halten.

Besondere Beunruhigung jedoch, lösen die jährlich wiederkehrenden Gasunfälle in Privathaushalten aus. Durch das Ausströmen von Gas, aus einem defekten Gasgerät oder einer Gas-Heizung, kann sich ein hochentzündliches Gas-Luft-Gemisch bilden, welches im schlimmsten Falle verpuffen oder explodieren kann. Dem lässt sich allerdings mit der Kenntnis und Anwendung der richtigen Verhaltensmaßregeln entgegenwirken. Bereits vorbeugend kann, mit der Befolgung von drei goldenen Regeln, ein sicherer Umgang mit Gas erreicht werden. Die erste dieser Regeln, legt die alljährliche Kontrolle und mögliche Wartung aller Gasgeräte fest. Die zweite Regel besagt, dass alle vorhandenen Gasleitungen alle 12 Jahre auf ihre Dichtheit geprüft werden müssen und laut der dritten Regel einmal jährlich die Kontrolle aller sicherheitsrelevanten Aspekte durch den Betreiber anzuraten sei.

Tritt nun dennoch ein Akutzustand ein und der typische Gasgeruch ist in den eigenen Räumlichkeiten wahrzunehmen, ist es primär von äußerster Wichtigkeit, die Fenster zu öffnen, um die Gaskonzentration zu verringern; wenn möglich, sollte die Gaszufuhr durch Absperren des Hahns am Gaszähler, unterbunden werden. Daraufhin sind die Wohnräume zu verlassen und-in einem Haus mit mehrere Bewohnern- die Nachbarn zu verständigen, da Vergiftungsgefahr droht. Dabei sollte unbedingt darauf verzichtet werden, die Klingel zu betätigen, da es sich hierbei ebenfalls um eine elektrische Einrichtung handelt, bei der die Gefahr eines Funkenschlages besteht. Da Gas bereits in geringer Konzentration explosiv sein kann, sind auch sämtliche andere Zündquellen unverzüglich zu beseitigen. Anschließend sollte umgehend der zuständige Gasversorger und eventuell die Feuerwehr verständigt werden. Gas kann im Haushalt an vielen Stellen und in vielen Variationen austreten, doch vor allem einer Form der Vergiftung wird in den letzten Jahren vermehrte Beachtung geschenkt: Der Kohlenmonoxid-Vergiftung. Diese bezeichnet eine Intoxikation, die erst zur Bewusstlosigkeit und anschließend zum schnellen Tod führt. Kohlenmonoxid kann im Haus an verstopften Schornsteinen, defekten Heizanlagen etc. frei werden. Besonders die bekannt gewordenen Fälle, von im Schlaf von dem Gift überraschten Bewohnern, lösten öffentliches Entsetzen aus. Mittlerweile gibt es jedoch auch auf diesem Gebiet eine sicherheitsfördernde Maßnahme, die von immer mehr Vereinigungen, von der Feuerwehr bis hin zu diversen Rettungsdiensten, angenommen wird. Speziell für die Erkennung von CO2 entwickelte Messgeräte, messen die Kohlenmonoxid-Konzentration in der Umgebung und schlagen Alarm, wenn diese den Toleranzbereich verlässt und garantieren damit auch Privatpersonen einen erheblichen Zugewinn an Sicherheit.

Lagerung und Transport

Ein letzter Aspekt der beachtlichen Senkung des Gefahrenpotentials im Umgang mit Gasen, ist die Vermeidung von Unfällen bei Transport und Lagerung dieser. Insbesondere bei der Lagerung sind genaue Vorgaben zu beachten. Allgemein werden Gase meist unter Druck, in dafür vorgesehenen Druckgasbehältern, gelagert; diese dürfen während der Lagerung weder umfallen noch gegeneinander stoßen. Auch sind die Ventile der Behältnisse mit Schutzeinrichtungen, wie Schutzkappen, zu verschließen. Bei der Lagerung von akut toxischen Gasen bzw. sehr giftigen Gasen, müssen verstärkte sicherheitstechnische Maßnahmen ergriffen werden und sowohl ein Gaswarngerät als auch Atemschutzmasken für das Personal vorhanden sein. Ebenso ist bei der Einrichtung des Lagerraums für einen schnell zu erreichenden Zugang ins Freie als Fluchtmöglichkeit zu sorgen.

Ähnliche Vorsicht gilt auch beim Transport von derartigen Gefahrstoffen. Neben der entsprechenden Sicherung der Ladung, müssen präventiv sowohl ein Feuerlöscher mitgeführt werden als auch Lüftungsöffnungen mit einem Querschnitt von mindestens 100 cm² vorhanden sein. Gase dürfen unter keinen Umständen mit anderer leicht entzündlicher Fracht transportiert werden.

Linkliste zu externen serösen Webseiten

Fach- und Sachkunde, Normen, Vorschriften, Verbände

http://www.dvgw.de/
http://www.dvgw.de/gas/informationen-fuer-verbraucher/
http://www.trgi-online.de/
http://www.gfue.org/grundlagen_trf.htm

Portale

http://de.wikipedia.org/wiki/Technische_Regel_f%C3%BCr_Gasinstallationen
http://www.aktuell-im-internet.de/beispielberichte-joerg-scheele/
          14-haeusliche-gasinstallation-trgi-2008.pdf

http://www.gesetze-im-internet.de/gasgvv/
http://www.schornsteinfeger.de/

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