
Gemeinsam mit Kautex Textron in Bonn ist es MACEAS durch den Einsatz moderner Methoden der digitalen Signalverarbeitung dennoch gelungen, ein EVOH-Schichtdickenmessgerät auf Grundlage der Ultraschalltechnik zu entwickeln, das genau diese Anforderungen erfüllt. Mit Hilfe des Finite-Layer-Modelling (FLM) wird der Schichtaufbau synthetisiert und überlagerte Signale getrennt. Das Gerät ermittelt zuverlässig EVOH-Schichtdicken ab
40 - 50 µm.
Microtomschnitt
Coextrudierter Kunststoff-Kraftstoff-Behälter, EVOH-Barierreschicht violett eingefärbt.

Bildschirmoberfläche
Beispiel für die Gestaltung der Bedieneroberfläche.

Technische Daten
| Spezifikation |
|
| Gesamtwanddicke |
2-8 mm |
| EVOH-Schichtdicke | 50-250 µm |
| Messgenauigkeit | +/-10 µm bei 3 % EVOH-Schicht |
Geeignet für
• Kunststoff-Kraftstoff-Behälter
• Pflanzenschutzmittel Flaschen
• Lebensmittel Verpackungen
• IBC Behälter
• …
Historie
Zum Erreichen niedrigster Emissionswerte von Kohlenwasserstoff-Verbindungen aus einem Kunststoff-Kraftstoff-Behälter, wird häufig die Coextrusionstechnik (Coex) eingesetzt. Bei dieser Technologie besteht die Tankwand aus mindestens 5 oder mehr Schichten.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Barriereschicht zu. Sie reduziert die Kohlenwasserstoff-Emission erheblich. Aktuell ist der Barrierewerkstoff in den meisten Fällen Ethylenvinylalkohol (EVOH). Für die Qualitätssicherung ist es wichtig, die Dicke dieser EVOH-Schicht zu messen. Bisher werden dazu Proben aus dem Kraftstoffbehälter ausgesägt, Microtomschnitte angefertigt, eingefärbt und unter dem Mikroskop vermessen. Ein zeitaufwändiges und zerstörendes Messverfahren.
Problematik
Eine Ultraschallmessung dünner Schichten (<100 µm) erfordert den Einsatz hoher Frequenzen, gerade diese werden im Kunststoff jedoch extrem stark gedämpft.
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